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Mobil surfen, UMTS Anbieter im Vergleich

 

Jederzeit an jedem Ort der Welt erreichbar zu sein, früher ein scheinbar unmöglicher Traum, aber bereits heute Realität. Per UMTS ist es heute problemlos Möglich in der Bahn, im Auto oder am Strand im Urlaub ins Internet zu gehen.

Seit etwa fünf Jahren ist in Deutschland die UMTS Technik (Universal Mobile Telecommunication System) verfügbar. Sie stellt einen neuen Standard in der mobilen Datenübertragung dar. Da dieser Standard die dritte Generation der mobilen Datenübertragung in Deutschland verkörpert, wird er unter Fachleuten auch „3G-Standard“ genannt.

Die entsprechenden Lizenzen für die Nutzung der neuen Technik wurden aber bereits im Jahr 2000 in Deutschland zu einem Rekordbetrag von rund 50 Milliarden Euro versteigert.

Da die lizenzierten Anbieter die hohen Kosten für den Kauf der UMTS Lizenzen erst einmal amortisieren mussten, gestalteten sich die Preise beziehungsweise Tarife für die neue Technik zu Anfang sehr hoch. Aus diesem Grund lief UMTS in Deutschland zunächst nur schleppend an. Als dann vor etwa drei Jahren die Anbieter fast durchweg die Preise für UMTS deutlich senkten, begann sich die Technik endlich flächendeckend durchzusetzen. Dazu trug auch der Umstand bei, dass die Entwicklung von UMTS-fähigen Mobiltelefonen immer etwas hinterher hinkte und ebenfalls erst vor etwa drei Jahren nennenswerte Ausmaße annahm.

 

Was kann UMTS?

 

UMTS eine besonders flexible Technik, mit der sowohl erd- und satellitengestützte Datenübertragungsdienste genutzt werden können, als auch erweiterte beziehungsweise multimediale Dienste. Konkret gesagt heißt das: UMTS unterstützt Video- und Audiotelefonie, Internetzugang, verschiedene Nachrichtendienste, Navigationsdienste und darüber hinaus auch Massendienste wie eCommerce oder interaktives Fernsehen.

 

Erst UMTS hat es möglich gemacht, mit einer ausreichend schnellen Geschwindigkeit auf mobilen Endgeräten wie beispielsweise Mobiltelefonen, PDAs und Notebooks im Internet zu surfen. Zwar funktionierte dies auch schon im normalen GSM-Mobilfunknetz, allerdings ließen hier die Übertragungsgeschwindigkeiten sowie die Möglichkeiten zur Darstellung von Internetseiten sehr zu wünschen übrig.

 

Allerdings steht Deutschland in der Nutzung des mobilen Internets durch die neue Technik UMTS etwas hinten an. Erst in den letzten zwei Jahren kann man hier einen Aufholprozess beobachten. Dieser hängt auch mit der Entwicklung von neuen und leistungsfähigeren Endgeräten zusammen - man denke dabei nur an die aktuellen Netbooks oder Smartphones. Sie ermöglichen mittlerweile auch einen Internetzugang für Nutzer, die bisher kein vollwertiges Notebook besaßen und denen der Internetzugang über das Handy mangels vollwertiger Tastatur zu kompliziert und umständlich war.

 

Die UMTS Technik steht jedoch nicht still, sondern wird ständig weiterentwickelt. Eine solche Weiterentwicklung ist zum Beispiel die HSDPA Technik (Abkürzung für „High Speed Downlink Packet Access“), welche dafür sorgt, dass wesentlich höhere Empfangs-Datenraten zwischen dem mobilen Endgerät und der Mobilfunksendestation erreicht werden können. Als Pendant dazu wird derzeit außerdem die HSUPA Technik entwickelt, welche die Sende-Datenraten ebenfalls auf einen höheres Niveau anheben soll, das dann mit HSDPA vergleichbar ist.

 

Die Verfügbarkeit von UMTS

 

Inzwischen hat sich UMTS auch in Deutschland etabliert. Doch ist die neue Technik überhaupt schon im gesamten Bundesgebiet verfügbar?

Leider nicht. Die Mobilfunkprovider betonen jedoch, dass bereits mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung UMTS nutzen kann. Diese Zahlen werden jedoch von Experten angezweifelt. In einigen Regionen Deutschlands ist zwar ein UMTS Netz verfügbar, jedoch sind die Sendesignale hier so schwach, dass sie nicht für einen vollständigen Empfang ausreichen. Lediglich durch den Einsatz teurer UMTS Spezialantennen ist ein qualitativ ausreichender Empfang möglich.

Grundsätzlich ist die Verfügbarkeit in Großstädten und Ballungsräumen wesentlicher besser als in ländlichen Regionen. In den größten Städten Deutschlands sowie in den großen Ballungszentren wie Ruhrgebiet, Rhein-Main-Gebiet oder dem Großraum München ist UMTS mittlerweile lückenlos verfügbar. Wer sich nicht sicher ist, ob an seinem aktuellen Standort UMTS verfügbar ist, kann die aktuelle Netzabdeckung auf den Internetseiten fast aller großen Mobilfunkanbieter überprüfen.

Die Verfügbarkeit und Schnelligkeit von UMTS hängt aber nicht nur von der Netzabdeckung ab. Auch die einzelnen Anbieter können ihren Kunden unterschiedliche Datenraten bieten. So erhalten beispielsweise die Kunden der Marktführer T-Mobile und Vodafone mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 3,6 MB pro Sekunde die schnellsten UMTS Zugänge in Deutschland. Kunden von anderen Netzanbietern müssen dagegen noch mit etwas langsameren Übertragungsraten vorlieb nehmen, allerdings werden sich diese in absehbarer Zeit angleichen.

 

Die aktuellen UMTS Tarifmodelle

 

Der Kunde hat bei UMTS die Auswahl aus mehreren verschiedenen Tarifmodellen. Neben daten- und zeitbasierten Tarifen gibt es inzwischen auch zahlreiche Flatrate-Angebote, die grenzenloses Surfen zum monatlichen Festpreis ermöglichen. Die wichtigsten Tipps zu den verschiedenen Tarifmodellen erhalten Sie nachfolgend.

Zunächst zu den datenbasierten Tarifen. Als Nutzer zahlen Sie hier einen Festpreis für eine vorher vereinbarte Datenmenge, welche über das Internet übertragen wird. Für Kunden, die gerne und viel aus dem Internet herunterladen (z. B. Musikdateien etc.) empfiehlt sich ein solcher Tarif ausdrücklich nicht, da dieser bei höheren Datenübertragungsmengen sehr teuer werden kann.

Ein solcher Nutzer sollte nach Möglichkeit einen zeitbasierten Tarif wählen. Hierbei wird immer nach festgelegten Zeiteinheiten und zu einem festgelegten Preis pro Zeiteinheit abgerechnet. Diese Tarife empfehlen sich für Nutzer, die entweder in relativ kurzer Zeit große Datenmengen aus dem Internet herunterladen, oder die generell recht wenig Zeit im Internet verbringen.

Für Vielsurfer ist die einzig probate Lösung eine UMTS Flatrate. Diese kann man sowohl auf dem Mobiltelefon, als auch mit Notebook oder PDA nutzen. Viele Geräte verfügen inzwischen über eingebaute UMTS Module, bei fast allen anderen lässt sich ein UMTS Stick nutzen, der einfach in den USB Anschluss eingesteckt wird.

Die UMTS Flatrate stellt dabei einen Pauschaltarif dar. Das heißt, Sie bezahlen einmal im Monat einen festgelegten Betrag und können dafür so viel und so lange mobil im Internet surfen, wie Sie möchten. In den meisten Fällen müssen Sie dafür allerdings einen Vertrag abschließen, der mindestens 12, meistens aber 24 Monate Laufzeit aufweist. Da die Monatsgebühren noch relativ hoch sind, sollten Sie Ihr Surfverhalten vorher genau analysieren, um herauszufinden, welcher Tarif für Ihre Bedürfnisse am günstigsten ist.

 

Tipps zum Kauf eines UMTS-Handys

 

Ein UMTS Handy ist ein wahres Allroundtalent. Man kann mit einem solchen Modell nicht nur telefonieren, sondern auch ins Internet gehen, Musik hören, fernsehen und vieles mehr. Um all dies wirklich genießen zu können, sollten beim Kauf eines UMTS-Handys einige Punkte beachtet werden.

Grundsätzlich sollte das Mobiltelefon über ein ausreichend großes Display verfügen, damit auch wirklich alle Funktionen in vollem Umfang genutzt werden können. Weiterhin sollte das Handy die neuesten Technik-Erweiterungen unterstützen, wie beispielsweise HSDPA oder auch EDGE. Um Videotelefonie nutzen zu können, muss das Gerät außerdem über eine digitale Kamera mit ausreichend großer Auflösung verfügen.

Wer gerne unterwegs arbeitet, sollte darauf achten, dass das entsprechende Mobiltelefon die üblichen Bürofunktionen wie beispielsweise E-Mail-Versand (wenn möglich mit Push-Funktion) und das Bearbeiten von verschiedenen Dateiformaten unterstützt.

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass man mit dem Mobiltelefon auch dann alle wichtigen Funktionen nutzen kann, wenn einmal kein UMTS Empfang möglich ist. Moderne Handys schalten in diesem Fall automatisch in ein normales GSM Netz um. Achten Sie darauf, dass Ihr Mobiltelefon ebenfalls diese Funktion beinhaltet.

 

Die bekanntesten UMTS-Anbieter:

 

1. T-Mobile

Tarif: „w&w Connect L“

Grundgebühr: 39,95 EUR

Anschlussgebühr: 0,00 EUR

Laufzeit: 24 Monate


2. Vodafone

Tarif: „Mobile Connect Flat“

Grundgebühr: 39,95 EUR

Anschlussgebühr: 0,00 EUR

Laufzeit: 24 Monate


3. O2

Tarif: „Internet Pack L“

Grundgebühr: 21,95 EUR

Anschlussgebühr: 25,00 EUR

Laufzeit: 24 Monate


4. e-Plus

Tarif: „Internet-Flatrate“

Grundgebühr: 20,00 EUR

Anschlussgebühr: 35,00 EUR

Laufzeit: 24 Monate